Cloud Lösungen für Unternehmen

Die 4 besten Anbieter im Vergleich

Home Office, flexible Arbeitszeiten, mobile Arbeitsplätze – von zuhause oder unterwegs zu arbeiten hat Vorteile für Mitarbeiter und Arbeitgeber. Entsprechend müssen dazu Firmendaten immer und überall, schnell und sicher für berechtigte Mitarbeiter erreichbar sein. Die Lösung: Cloud-Speicher. Nicht erst seit der Corona-Krise ist der Bedarf an Cloud-Lösungen für Unternehmen stark angestiegen.

Vier Anbieter von Cloud-Speichern werden von Unternehmen bevorzugt genutzt.

  • Google Drive
  • Microsoft OneDrive
  • Dropbox
  • Box

Doch bevor wir die bekanntesten und sicheren Cloud-Dienste vergleichen, vorab ein kurzer Überblick, was Sie bei der Auswahl der Cloud beachten sollen.

Funktionen

Die Funktionen der Cloud

Eine Cloud ist ein Online-Speicherplatz, der gemietet wird. Die Dateien, aber auch die IT-Infrastruktur (Cloud Computing) sowie Programme (Software as a Service, SaaS) liegen also nicht mehr lokal auf dem Firmenserver. Berechtigte Nutzer können über das Internet auf diese Dateien oder Ordner von jedem Gerät zu jeder Zeit und von jedem Ort aus zugreifen, speichern oder sie verschieben. In den meisten Fällen ist für die Nutzung der Cloud keine zusätzliche Software nötig. Die Anmeldung erfolgt bei den meisten Diensten über ein Web-Interface.

  • Mobilität
  • Keine Kosten für Hardware und Software
  • Bedarfsgerechte Skalierung der IT-Infrastruktur
  • Nutzungsabhängige Zahlung

Mittlerweile hat sich die Cloud als IT-Betriebsmodell durchgesetzt und ist zu einem wichtigen Treiber der Digitalisierung in Deutschland geworden. Der Umsatz mit Cloud-Dienstleistungen soll bis 2021 laut Prognose von Statista auf über 43 Milliarden Euro steigen.

Sicherheit

Die Sicherheit der Cloud

Nicht erst seit der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Cloud-Lösungen für Firmen gestiegen. Bereits seit 2015 gaben laut Statista mehr als 50 Prozent der befragen Unternehmen an, mit Cloud-Diensten zu arbeiten. Als Gegenargument wurde „Zweifel an Datenschutz“ am häufigsten genannt. Zurecht?

Als im Jahr 2013 Stiftung Warentest Cloud-Dienste unter die Lupe nahm, konnte keiner überzeugen. Mittlerweile haben die Anbieter das Problem erkannt: Heute werden die Daten meist verschlüsselt übergeben. Nur eine gute Verschlüsselungs-Software kann verhindern, dass Daten von unberechtigten Dritten ausgelesen werden können.

Insbesondere die großen Anbieter legen Wert auf Datenschutz. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem empfehlen wir Cloud-Speicherdienste in Kombination mit einer End-to-End-Verschlüsselung.

Auch wenn die von uns verglichenen großen Cloud-Anbieter damit werben, dass ihre Clouds ISO 27001 zertifiziert sind, so zerstreuen diese Zertifikate die Bedenken nicht vollständig. Dieser Standard bezieht sich laut Computerwoche lediglich auf Dienstleistungen und Rechenzentren, nicht aber auf die besonderen Risiken, die sich durch die Cloud-Architektur ergeben. Jedoch streben immer mehr Cloud-Anbieter eine Auditierung durch externe Wirtschaftsprüfungsunternehmen an.

Datenschutzrechtlich liegen etablierte Cloud-Dienstleister aus Deutschland vorn. Sie garantieren, dass die Daten ausschließlich auf Servern in Deutschland unter Einhaltung der Datenschutzrichtlinien gespeichert werden.

Datenschutz

Datenschutz in der Cloud

Da in der Cloud persönliche Daten gespeichert werden, etwa Namen, Kontakte, Anschrift, Bankverbindungen und IP-Adressen, ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag) notwendig. Dieser regelt die Zusammenarbeit zwischen Cloud-Anbieter und Cloud-Anwender. Der Anwender bleibt beim Cloud Computing gemäß Bundesdatenschutzgesetz die verantwortliche Stelle und ist im Außenverhältnis für die Sicherheit der Daten verantwortlich.

Vergleich

Die 4 besten Clouds im Vergleich

Google Drive für Unternehmen – weitere Google-Dienste inklusive

Google Drive, der Speicherdienst von Google, wird über eine Web-Schnittstelle bedient. Dort steht dem Nutzer eine Dateiverwaltung zur Verfügung, über die er Ordner anlegen, Daten hochladen und mit anderen teilen kann. Verschiedenen Rollen ermöglichen, dass eine Person den Inhalt von Dateien nur sehen kann, diesen kommentieren oder sogar verändern kann. Mit dem Rechner synchronisiert werden die Daten automatisch, wenn eine Internetverbindung besteht, oder über den Klick auf das Symbol in der Taskleiste. Es lassen sich auch nur freigegebene Dateien oder Ordner synchronisieren. Die Daten werden bei der Datenübertragung und auch auf dem Speicher verschlüsselt, wodurch Sie keine zusätzliche End-to-End-Verschlüsselung von Client-Seite benötigen. Jedoch ist Google ein amerikanisches Unternehmen und unterliegt somit dem CLOUD Act. Nach diesem Gesetz können amerikanische Behörden von der Entschlüsselung Gebrauch machen. Google bietet Drive als kostenfreie Version an. Für die Nutzung ist lediglich ein Google-Konto notwendig. Dafür bekommt der Nutzer 15 GB Speicherplatz sowie sämtliche Google-Dienste wie Google Docs, Google Fotos oder Google Tabellen. Gegen Aufpreis kann Speicherplatz dazu gebucht werden. Für die Business-Variante G Suite stehen drei Abo-Pakete zur Auswahl. Neben dem Cloud-Speicher bietet die G Suite Zugriff auf weitere Google-Dienste wie Gmail, Meet, Formulare, Sites und Currents.

G Suite Basic: 4,68 EUR pro Nutzer und Monat G Suite Business: 9,36 EUR pro Nutzer und Monat G Suite Enterprise: 23 EUR pro Nutzer und Monat

Mehr Informationen zu Google Drive gibt’s beim Anbieter. https://gsuite.google.de/intl/de/products/drive/

Microsoft OneDrive für Unternehmen – integriert in Microsoft 365 und Co.

Die Businessversion von Microsoft OneDrive stellt eine robuste und leicht zu bedienende Cloud-Speicherplattform für jede Unternehmensgröße.

Datensicherheit und Compliance nehmen bei OneDrive einen wichtigen Platz ein: OneDrive verwendet fortschrittliche Datenverschlüsselungsmethoden sowohl bei der Übertragung als auch im Ruhezustand. Eine BitLocker-Laufwerksverschlüsselung ergänzt die Dateiverschlüsselung. Zudem können Sie bei Office 365 Ihre eigenen Verschlüsselungsschlüssel in Azure Key Vault hochladen.

Die Zusammenarbeit mit anderen Microsoft-Programmen funktioniert reibungslos. OneDrive integriert sich in Microsoft Outlook und gewährleistet so das nahtlose Teilen von Dateien. Daher bleibt die Versionskontrolle der Dateien erhalten.

Eine weitere Besonderheit ist die Dateiwiederherstellung, die dem Nutzer das Wiederherstellen des Dateistatus von Dateien zu jedem Zeitpunkt innerhalb der letzten 30 Tage ermöglicht. Ähnlich dem Desktop verfügt OneDrive außerdem über einen Papierkorb, in dem gelöschte Dateien „aufbewahrt“ werden.

Zum Synchronisieren wird die kostenlose OneDrive-Synchronisierungs-App benötigt, die für Office 2013 und Office 2016 verfügbar ist, bzw. für Microsoft 365-Abonnements, die Office 2016-Anwendungen umfassen. Bei entsprechender Einstellung synchronisiert OneDrive automatisch oder nur ausgewählte Dateien oder Ordner.

Für OneDrive for Business stehen drei Abo-Pakete, genannt Pläne, zur Auswahl:

  • OneDrive for Business (Plan 1): 4,20 EUR pro Nutzer und Monat im Jahresabo
  • OneDrive for Business (Plan 2): 8,40 EUR pro Nutzer und Monat im Jahresabo
  • Microsoft 365 Business Standard: 10,50 EUR pro Nutzer und Monat im Jahresabo (inklusive verschiedener Office-Apps und Dienste)

Sehr ausführliche Informationen zur OneDrive-Nutzung für Unternehmen liefert der Anbieter unter: https://docs.microsoft.com/de-de/onedrive/plan-onedrive-enterprise

Dropbox für Unternehmen – der Speedster unter den Cloud-Speichern

Dropbox ist seit 2007 am Markt und ein Pionier in Sachen Cloud-Storage. Bei der kostenlosen Einzelnutzer-Version kann immer nur ein Ordner mit einem identischen auf dem Server synchronisiert werden. Dagegen bietet die Business-Lösung Dropbox für Unternehmen eine Verwaltungskonsole, differenzierte Freigabeberechtigungen bzw. umfassende Admin-, Überwachungs-, Sicherheits- und Integrationsfunktionen sowie Möglichkeiten zur Teamarbeit. Dropbox eignet sich in beiden Versionen gut zum Austausch großer Dateien. Das funktioniert ganz einfach über ein Online-Interface oder die kostenfreie Synchronisationssoftware mittels Klick auf den Button in der Taskleiste. Bei der Geschwindigkeit des Synchronisierens hat Dropbox die Nase vorn: Es werden nur die veränderten Bits kopiert, anstatt die gesamte Datei ausgetauscht. In puncto Datensicherheit nutzt Dropbox eine TSL-Verschlüsselung, die durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Login ergänzt werden kann. Gespeichert wird bei Amazon S3. Damit „steht“ der Dropbox-Datenserver in den USA und unterliegt dem amerikanischen Datenschutzrecht (CLOUD Act). Hier ist Vorsicht beim Speichern personenbezogener Daten geboten. Unternehmensdaten sollten mit einer Zero-Knowledge-Verschlüsselung gesichert werden, wenn sie in die Cloud gespeichert werden. Für Dropbox Business stehen drei Abo-Pakete zur Auswahl:

  • Dropbox für Teams Standard: 10 EUR pro Nutzer und Monat im Jahresabo Dropbox für Teams Advanced: 15 EUR pro Nutzer und Monat im Jahresabo Dropbox für Teams Enterprise: auf Anfrage

Mehr Informationen zu Dropbox Business gibt’s beim Anbieter: https://www.dropbox.com/business

Box Drive für Unternehmen

Box Drive verbindet den Desktop mit der Cloud. Über den Windows Explorer oder Mac Finder greifen Sie innerhalb weniger Sekunden direkt auf die benötigten Dateien zu. Gespeichert werden sie wie lokale Dateien, aber eben automatisch in der Cloud. Dadurch verringert sich das Risiko, von Datenverlusten, falls das Gerät verloren geht oder gestohlen wird.

Box Drive legt großen Wert auf Zusammenarbeit, Suche und Versionskontrolle. Die Freigabe und Verwaltung der zentral verfügbaren, ausgelagerten Dateien ist komfortabel.

Auch in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz ist Box Drive sehr unternehmerfreundlich: Der Cloud-Service unterstützt mithilfe des Schlüsselverwaltungsdienstes von AWS (Amazon Web Services) die kundenverwaltete Verschlüsselung der Dateien. Zudem können Unternehmen die notwendigen Codierungsschlüssel über ein optionales Hardware-Sicherheitsmodul (HSM) selbst sichern.

Für Box Drive stehen vier Abo-Pakete zur Auswahl:

  • Box Drive für Unternehmen Starter: 4,27 EUR pro Nutzer und Monat im Jahresabo
  • Box Drive für Unternehmen Business: 12,82 EUR pro Nutzer und Monat im Jahresabo
  • Box Drive für Unternehmen Business Plus: 21,37 EUR pro Nutzer und Monat im Jahresabo
  • Box Drive für Unternehmen Enterprise: 31,50 EUR pro Nutzer und Monat im Jahresabo

Mehr Details und Funktionen gibt es beim Anbieter unter https://www.box.com/de-de/drive

Fazit

Cloud-Lösungen für Unternehmen – nutzerfreundlich und datenschutzoptimiert

Die Vorteile einer Cloud für Firmen liegen auf der Hand: Daten, Kundendateien, E-Mails und Co. sind jederzeit verfügbar und aktuell. Die Vergabe bestimmter Rechte ermöglicht, dass Nutzer Dateien entweder nur sehen oder auch bearbeiten dürfen. Beim Vergleich der vier Cloud-Speicher für Unternehmen kann man insgesamt sagen, dass sie alle Wert auf Nutzerfreundlichkeit legen. Dateien und Ordner können ohne Zusatzsoftware synchronisiert werden. Beim Datenschutz haben alle verglichenen Anbieter optimiert, so dass die Daten meist verschlüsselt übergeben werden.

Wir von Datadiorama empfehlen jedoch die Kombination mit einer End-to-End-Verschlüsselung. Diese sorgt insbesondere beim Heimnetzwerk – einem für Hacker beliebten Angriffspunkt – für sicheren Zugriff auf die Unternehmensdaten. Gerne helfen wir Ihnen bei der Wahl des richtigen Cloud Dienstes und übernehmen für Sie den Onboarding Prozess und die Schulung der Mitarbeiter. Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.